1.  Wer seid ihr?

Wir sind Beate und Volker Menthe und bewirtschaften gemeinsam das Hofgut Weiden, das unweit von Bad Sooden Allendorf im Werratal liegt. In 2008 haben wir den Betrieb auf ökologischen Landbau umgestellt und bewirtschaften ihn seitdem nach Bioland- Richtlinien. Unser Hof ist ein Ackerbaubetrieb mit einem Schwerpunkt auf den Anbau von Gewürz- und Heilpflanzen. Neben der Landwirtschaft bieten wir das Gutshaus als Ferienhaus zur Vermietung an und betreiben eine kleine Reitschule für Kinder im Alter von 3 bis 9 Jahren. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Waldorfschule Eschwege, die einmal pro Woche zum Hoftag zu Besuch kommen.

2. Was habt ihr vor?

Wir wünschen uns, dass das Hofgut Weiden zu einem lebendigen, gemeinschaftlichen Ort heranwächst, an dem Menschen zusammenleben, arbeiten und sich einbringen. Dabei ist uns wichtig:

  • Landwirtschaft bleibt zentral: Der Hof soll weiterhin ökologisch bewirtschaftet werden.
  • Gemeinschaft darf wachsen: Es braucht keine perfekte Hofgemeinschaft – aber Offenheit, Interesse und Mitgestaltung.
  • Mehrgenerationen willkommen: Familien, Ältere, Kinder – entscheidend ist das gemeinsame Interesse an der Entwicklung des Hofes.
  • Perspektive Betreutes Wohnen: Langfristig wünschen wir uns, dass auch Menschen mit Unterstützungsbedarf hier ein Zuhause finden können – z. B. in einer betreuten WG mit einer dafür vorgesehenen halben Stelle.

Durch Mitmachtage, Hofwerkstätten, Bildungsangebote und praktische Mitarbeit (zB ein Mitmach-Acker) möchten wir erste Formen einer sozialen Landwirtschaft entwickeln. Mit dem Umbau des alten Schweinestalls als Veranstaltungsraumes schaffen wir einen Raum für Veranstaltungen und ggf. Hofcafés / Kneipenabende. Unser aktuell wichtigstes Ziel ist, dass ein verlässlicher Kreis von Menschen entstehen soll, die regelmäßig am Hof mitwirken, Verantwortung übernehmen und einzelne Bereiche langfristig mittragen möchten.

    3. Warum ist das wichtig?

    Das Projekt “Hofgut Weiden” könnte ein Modell für die Umnutzung und Weiterentwicklung eines Vierseithofes für zukunfsfähige Nutzungsformen werden. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es aufgrund des Höfesterbens und fehlender Betriebsübernahmen immer mehr Resthöfe. Diese Gebäude eignen sich oft für eine gemeinschaftliche Nutzung. So bietet z.B. eine gemeinschaftliche Wohnform mit verschiedenen WGs und Apartments bietet viele Vorteilem indem sie die Lebensqualität erhöhen und Vereinsamung im Alter vorbeugen.

    4. Was ist das Kooperative an dem, was ihr vorhabt?

    Wir arbeiten eng mit der Waldorfschule Eschwege zusammen und möchten diese Zusammenarbeit weiter intensivieren. Zudem schaffen wir Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für verschiedene Zielgruppen, um ein gemeinsames und unterstützendes Miteinander zu fördern.

    5. Was sind die nächsten Schritte?

    Unsere nächsten Schritte:

    1. Teilnahme am Seminar “Soziale Landwirtschaft” an der Uni Witzenhausen, begleitet von Studierenden, um ein langfristiges Konzept zu entwickeln.
    2. Zusammenarbeit mit dem Fachbereichs Architektur der Uni Kassel zur Erarbeitung von Nutzungs- und Umbaumöglichkeiten des Hofguts Weiden.
    3. Erstellung eines Finanzierungsplans für die erste Bauphase durch unseren Architekten Thomas Meier.
    4. Innerhalb eines Jahres: Umbau eines Nebengebäudes (ehemaliger Schweinestall) mit öffentlich nutzbaren sanitären Anlagen und eines Gemeinschaftsraumes für Veranstaltungen.
    5. Langfristig: Ausbau weiterer Nebengebäude und Aufbau weiterer Betriebszweige

    WordPress Cookie Notice by Real Cookie Banner